Fahrbericht Porsche 356

Autor Michael Jarke

Porsche 356.  von Colin Burnham, Paul Jeffries
In Partnerschaft mitAmazon.deVersandfertig in 2 bis 3 Werktagen
Erschienen 1997
Heel-Vlg., Königswin. 
Taschenbuch 
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Preis: DM 24,80
EUR 12,68 

Porsche 356. Das Original.  von Laurence Meredith
Versandfertig in 2 bis 3 Werktagen
Erschienen 1999
Heel-Vlg., Königswin. 
Gebundene Ausgabe 
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Preis: DM 78,00
EUR 39,88 
Seite 1
 
Fahrbericht Porsche 356/1500 Speedster
 
Im Sommer '99 erfüllt ich mir meinen Traum von einen Porsche 356. Es handelt sich hierbei um ein Vor-A Modell, daß bis Ende 1955 gebaut wurde. Als Karosserieform mußte es natürlich ein Speedster sein. Von den damals 3 gebauten Karosserieformen (Coupé, Cabrio und Speedster) war es damals die preiswerteste Variante, da auf jeden "Luxus" verzichtet wurde. Heute ist es die begehrteste Variante des 356'er und entsprechend hohe Preise sind dafür heute zu zahlen.
Zunächst einmal die technischen Daten:
  • Typ und Ausführung: Porsche 356 / 1500
  • Höchstgeschwindigkeit: 155 km/h
  • Leistung: 40 kW (55 PS) bei 4400 Umdrehungen/Minute
  • Hubraum: 1477 qcm
  • Sitzplätze: 4 (!!!)
  • Maße über alles:
  • Länge: 3950 mm
  • Breite: 1660 mm
  • Höhe: 1220 mm
  • Leergewicht: 760 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 1100 kg

  • UNTENOBENProduktionszeit: Ende 1954 bis Herbst 1955 (ab Ende 1955 begann die Produktion vom 356 A Speedster, der am häufigsten gebaut wurde) In meinen Wagen ist allerdings der Motor vom Porsche 912 (90PS) eingebaut, für den die Ersatzteilsituation einfach besser ist. Den 1500'er Originalmotor (matching numbers (!), restauriert) besitze ich ebenfalls. 

    UNTENOBENZu meinen subjektiven Fahreindrücken: Der Wagen ist von Porsche auf das Wesentliche reduziert worden. Kein Radio, kein Handschuhfach, keine herunterkurbelbaren Seitenfenster (statt dessen Steckscheiben), keine Türtaschen (nur kleine Gepäcknetze im Fußraum) und ein Behelfsverdeck, damit man halbwegs trocken bleibt. 

    UNTENOBENIn meinen Vor-A Modell gibt es nicht einmal eine Tankanzeige. Dafür gibt es aber einen Holzmeßstab für den Tank. Gestartet wird der Wagen durch das Einstecken und drehen des Zündschlüssels (separater Schlüssel für die Türen) und dem anschließenden Drücken des Startknopfs. Der Speedster hat noch Trommelbremsen. Entsprechend lange ist der Bremsweg. Das Getriebe hat sehr lange Schaltwege, die eine bessere Beschleunigung verhindern. Wegen des stärkeren Motors vom Porsche 912 wurden bei mir Koni-Dämpfer eingebaut. Entsprechend sportlich liegt der Wagen auf der Straße und der Komfort ist weg. Mein Speedster springt noch mehr als meine Elfer auf der Straße herum, und jede Unebenheit bekomme ich noch viel direkter auf meinen Sitz mit. 

    Zum Thema Sitzen und ein- und aussteigen: Die sehr kleinen Pedale des Speedsters liegen sehr weit im Wageninneren. Daher muß ich den Sitz sehr weit nach vorne stellen. Dabei bin ich doch 1.77m groß und habe recht lange Beine *seltsam*. Bei dieser Sitzeinstellung ist das ein- und aussteigen ein echtes Problem, da das Lenkrad so riesig groß ist. Bei verschlossenen Verdeck habe ich nach oben null Kopffreiheit. Möchte nicht wissen, wie es hinten auf den "Kindersitzen" aussieht. Zur Sitzposition ist zu sagen, daß ich im Auto mehr liege als sitze. Bei offenen Verdeck gibt es wegen der fehlenden Seitenfenster (beim Offenfahren sollten diese besser im Kofferraum liegen!) und der sehr niedrigen Windschutzscheibe "zieht" es innen verdammt heftig. Also müssen sich alle langhaarigen Beifahrerinnen irgendwas auf ihren Kopf setzen, bevor ihre lange Mähne "vom Winde verweht" wird:-) Bei Tempo 130km/h ist für mich die Grenze der Windverwirbelungen erreicht. Ohne Schutzbrille mit passender Mütze wie bei Vorkriegsoldtimern traue ich mir keine höheren Geschwindigkeiten offen zu:-) Weitere Infos zum Wagen plus viele Photos gibt es auf meiner WebSite http://www.jarke.de :-) Dort berichte ich auch ausführlich über meine beiden 911'er.

    Michael Jarke (eMail: michael@jarke.de)


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    © Fotos Autor, Dank an das PZ Augsburg
    © copyright by Redaktionsbüro Kebschull   15.06. 2000