27. November 1996
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Ach ja, natürlich fahre ich auch einen Porsche. Bei mir steht ein 911SC in der Garage, im Werksturbolook und mit der 3,2-l-Carrera Maschine ausgestattet. Der Wagen ist bereits 16 Jahre alt und hat nicht die kleinste Roststelle - da merkt man, was Vollverzinkung heiß.Die Optik ist - wie Du schon geschrieben hast - auch Jahrzehnte nach seiner Einführung noch faszinierend. Für mich gehört der Turbolook mit den Verbreiterungen und der großen Flosse einfach dazu. Die breiten Radhäuser sind auch nötig, denn darunter verbergen sich die BBS-Felgen in den Dimensionen 9x15 vorne (mit 225/50ern) und 11x15 hinten (mit 285/40ern).
Das Fahrgefühl kann man schlecht beschreiben, das muß man erlebt haben. Der Sound des Boxers ist unnachahmlich, ein sonores Blubbern im unteren Drehzahlbereich, das sich bei 4500-5000 Umdrehungen in ein Brüllen steigert. Und mit dem Urschrei kommt auch eine Beschleunigung, die ihresgleichen sucht. Die 218 PS katapultieren das nur 1160 kg schwere Auto in knapp über 6 Sekunden auf 100. Da ist man noch im zweiten Gang...
Konkurrenz auf der Autobahn hat man kaum zu fürchten, und die Fahrer "normaler" Autos zollen dem Porsche auch gehörig Respekt. Keiner drängelt, alle fahren brav nach rechts, niemand schert kurz vor einem auf die Überholspur. Man kann mit diesem Auto wesentlich entspannter unterwegs sein.
Und vom Unterhalt ist's auch nicht schlimm. Die Haftpflicht ist geradezu billig, mit Typklasse 14 lache ich jeden GTI-Fahrer aus. Und der Spritverbrauch hält sich in Grenzen, bei braver Fahrweise passieren 12 Liter auf 100 km die Einspritzdüsen. Außerdem ist das sowieso kein Auto für jeden Tag, sondern im Prinzip nur ein Freizeitmobil.
Alles in allem realisiert kein anderes Auto die Idee von "Freude am Fahren" so perfekt wie der 911. Hoffentlich ist der Winter bald vorbei, damit ich ihn wieder aus der Garage holen und die Gewißheit genießen kann, eines der besten Autos der Welt zu fahren.
Grüße,
Marcus.
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