Fahrbericht smart cabrio cdi

von Dipl.-Ing. (FH) Gerd Kebschull
Teil 1 Teil 2
Teil 4: Anreise Südtirol, Bruneck und Umgebung

3. Tag: Anreise Südtirol

Ausburg (B17 / B23) – Garmisch Partenkirchen (B2 / B177) – Innsbruck – Brenner (Brennerstraße) – Brixen – Bruneck – Uttenheim = 305 Kilometer

Die Anreise nach Südtirol war bereits ein Genuss. Gegen 12 Uhr konnten wir wieder „offen fahren“. Staulos waren wir über die B12 nach Garmisch Partenkirchen, über Innsbruck und die alte Brennerstraße Richtung Italien unterwegs. Da die Anreise nach Südtirol nur etwa 300 Kilometer lang ist, habe wir uns das Ziel „Kloster Ettal“ für die Anfahrt gelassen. Ettal ist ein kleiner Ort im Ammergebirge, bekannt durch das berühmte Benediktinerkloster. Die hochgotische Klosterkirche (seit 1710 barock umgebaut) ist einfach sehenswert. Die Kirche ist ein echtes Juwel sowohl von Innen wie von Außen. In der Nähe liegt das Schloss Linderhof (1874 bis 1878) in französischem Rokokostil.

Kloster Ettal
Entspannung. Kloster Ettal

Kurz vor Brixen ist es wichtig, dass man an dem Schild Bruneck nicht vorbeifährt. Vor Bruneck geht es kurz Richtung Pfalzen, dann rechts über die Ahrn Richtung Sand i. T. Unser Ziel, das Hotel Oberleiter, liegt direkt an der Straße und kann nicht übersehen werden.

Gasthof - Hotel Oberleiter, 
39039 Villa Ottone / Gais, Tel +39- 0474-597108,
Internet: www.hotel-oberleiter.com
eMail: info[at]hotel-oberleiter.com

4. Tag: Bruneck und Umgebung

Bruneck – Lappach (1436m) – Sand i.T. – Weißenbach (1334m) 

Nach dem Frühstück und dichtem Frühnebel, brannte ab etwa zwölf Uhr die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Die Zeit vor zwölf Uhr haben wir für einen kleinen Stadtbummel und die Besichtigung von Bruneck genutzt. Bruneck liegt im Pustertal, in Trentino-Südtirol, und hat 11700 Einwohner. Sehenswert ist das  Schloss (1251), die Pfarrkirche (1851 – 1853) sowie die Stadtmauer mit Tortürmen und Rundturm.

Danach ging es in die Berge. Aus dem Ahrntal führen zahlreiche Straßen in die kleinen Gebirgsdörfer. Wir sind über Mühlen in Taufers (i.T.) nach Mühlbach gefahren. Dort haben wir auf einer Sonnenterrasse ein typisch italienisches Mittagessen genossen. Steil geht der Weg weiter, bis auf über 1.400 m hoch nach Lappach. Hier ist die Welt fast zu Ende. Wer will, kann auf einer ziemlich schmalen Straße zum Speichersee weiterfahren und den See in einem einstündigen Fußmarsch umrunden. Die Fahrt dorthin ist aber nichts für Fahrer mit schwachen Nerven, denn eigentlich ist die Straße eine Einbahnstraße – mit einem Fehler, nämlich Gegenverkehr...

Wer noch mehr Berge erleben will, der kann beispielsweise hinter Sand i.T. über Luttach weiter nach Weißenbach (1334m) fahren. Hier erlebt man teilweise schon den organisierten Tourismus – gepflegte Hotels, schöne Ferienwohnungen – wenige Kilometer weiter das ursprüngliche Südtirol mit alten Bauernhäuser, die wie braune Farbtupfen in der grünen Bergwelt wirken. Mit einem kleinen Sonnenbrand ging dieser interessante und ereignisreiche Tag zu Ende. 

Ahrntal
Ahrntal. Unberührte Landschaft

Teil 5: Brixen und Innichen

Brixen

Tagestour: Bruneck – Brixen – zurück über Bruneck nach Innichen = 180 km

Der fünften Tag schenkte uns ab elf Uhr das schönste Cabrio-Wetter. Brixen ist natürlich eine klassische Einkaufsstadt, aber auch die Altstadt und der Dom haben ihren Reiz. Der Ort Brixen liegt am Zusammenfluss von Eisack und Rienz in der Provinz Bozen (16.200 Einwohner). 

Der Dom von Brixen gehört zur Diözese Bozen-Brixen. Der Dom von Brixen ist eng mit Deutschland (Regensburg) verbunden. Bereits 901 wurde am Meirhof Prihsna mit dem Bau der Münsteranlage begonnen. Diese besteht aus drei Bauwerken: Dom, Frauenkirche und Taufkapelle. Weiterhin gehören Bischofswohnung, Domherrenhaus und Domschule dazu. Erst im Jahre 955 wurde der Dom fertig und dem hl. Petrus geweiht. 
 
Der Dom ist über 62 Meter lang und im Mittelschiff 43 Meter breit. Die vergoldete Kugel mit Kreuz am Chordach wurde unter Kardinal Nikolaus Cusanus aufgesetzt. Wie uns der Domdekan Dr. Johannes Messner persönlich mitteilte, wurde diese Kugel und Kreuz am 4. April 2001 in Anwesenheit des Domkapitels, von Behörden und zahlreichen Medienvertretern heruntergeholt und geöffnet. Darin enthalten waren unter anderem: Ein Wettersegen auf Pergament, drei Glasperlen, ein Benediktuspfennig sowie Silbermünzen. 
Brixen
Der Dom von Brixen
Am 13. September 2001 wurden Kreuz und Kugel wieder auf das Domdach gegeben und zusätzlich hinzugefügt: drei verschiedene Diözesanmedaillen, italienischen Münzen, ein Euro, ein Rosenkranz sowie ein Protokoll (auf deutsch und italienisch) zum neuen Domdach.

Innichen
 
Über die stark befahren B 49 (E 66), die eine der wenigen West-Ost-Verbindungen nach Österreich (Lienz) ist, führt uns der Weg durch das  Pustertal zurück nach Bruneck und weiter über Toblach nach Innichen. Innichen ist deshalb sehenswert, weil dort gleich zwei sehr alte Kirchen zu besichtigen sind. Die Pfarrkirche zum hl. Michael wurde bereits 1150 erbaut und um 1400 durch ein gotisches Gewölbe erweitert. 1735 – 1716 wurde die Kirche barockisiert und von Christoph Anton Mayr ausgemalt. Die Kirche ist auch eines der bedeutetste Tiroler Sakralwerk der Übergangszeit vom Barock zum Rokoko. 
Innichen
Innichen. Pfarrkirche
zum Heiligen Michael
Toblach ist ein sehr beliebter Ort bei den Italienern. Warum, wissen wir nicht. Die Kirche dort ist keine Besonderheit und die Einkaufsmöglichkeiten sind eher schlecht. 

Weitere lohnende Ziele
 
 
1. Über Bolzen – Meran und ggf. Dorf Tirol. Bozen lohnt sich auch als Einkaufsstadt und der Dom ist sehenswert. Meran hat seinen besonderen Reiz. Die Kurstadt ist berühmt wegen des milden Klimas. Ein Bummel durch die Altstadt mit engen Gassen und Laubengängen (13. Jahrhundert) lohnt sich ebenfalls.

2.  Tagestour über Sterzing und den Jaufenpass nach Meran. Wer gerne mit dem Auto „klettert“, der sollte einmal diesen Pass erklimmen. Abenteuerlich, wie eng die Straßen werden, je höher man kommt.

3. Das gesamte Ahrntal entlag über Steinhaus, St. Peter bis nach Kasern fahren. Das Gebiet wird vor allem von Bergsteigern und Bergwanderern aufgesucht.

4. Eine Tagestour zum Gardasee ist möglich, wenn auch ziemlich anstrengend, weil kaum Zeit für Pausen bleibt. Ggf. mit einer Übernachtung in Toscolano, Limone oder Saló. Aber Achtung: Wer die sauberen und durchaus preislich angemessen 3- bis 4-Sterne-Hotels in Südtirol genossen hat, wird von den Hotels am Gardasee enttäuscht sein.

Vergessen

Cortina da Petzo. Dieser Badeort hatte vielleicht mal vor Jahrzehnten einen gewissen Reiz. Wir empfanden Cortina als laut, mit viel Verkehr, schlechten Parkmöglichkeiten und ziemlich schmutzig.

Teil 6: Rückreise, Zusammenfassung und Fazit

6. und 7. Tag Rückreise über Augsburg nach Hause

Der Rückweg führte uns wieder über den Brenner nach Augsburg zurück. Von dort aus kann man beispielsweise einen Abstecher nach München machen. Aber Augsburg und Umgebung hat ebenso seine Reize, sowohl als Einkaufsstadt als auch zum Relaxen. Der Rückweg kann ebenso über Meran, Landeck und das Allgäu führen. Eine weitere Alternative wäre der Weg durch Österreich, Tauerntunnel oder Großglockner. Eine wunderschöne Strecke ist über Lienz, Spittal und dem Katschbergpass. Wer den Tunnel meiden will, kann dann den Weg über den Tauernpass nehmen.
 

FAZIT und Ausblick

Die Tour mit dem smart Cabrio cdi hat unheimlich Spaß gemacht.

GUT

  • Drei Jahre Garantie (leider nur bis 40.000 km)
  • Steuerbefreit bis 2005
  • Gute Sitze mit integrierter Nackenstütze
  • Gute Serienausstattung (z.B. Funkfernbedienung, ), saubere Verarbeitung, gutes Raumgefühl
  • Sparsamer, flotter Dieselmotor (100 Nm Drehmoment, Verbrauch bei rund 4 bis 4,2 Litern im Schnitt)
  • Digitale Kraftstoffrestanzeige in 0,5-Intervall.
  • Sequenzielles Sechsganggetriebe mit Automatik-Modus
SCHLECHT
  • Garantie nur bis 40.000 km, was bei einer Garantiezeit von drei Jahren eine durchschnittliche Fahrleistung von nur 13.000 km pro Jahr bedeutet. 
  • Mit 22 Litern zu kleiner Tank. Abgesehen davon kann man die Flachtanks sowieso nie komplett befüllen. Angemessen wären 26 bis 29 Liter.
Die Preise and Ausstattung

Smart cdi cabrio passion 27.440,- DM

Serienmäßig ausgestattet

  • Tridion-Sicherheitszelle in Silber
  • Komplette Leichtmetallräder >>starline<<,
  • Gepäckraumabdeckung
  • SOFTTOUCH, automatisches Schaltprogramm
  • Klimaanlage mit Außentemperaturanzeige
  • Abschließbare Schublade unter dem Fahrersitz
  • Lederlenkrad und Lederschaltknauf
Aufpreis
  • numeric blue (Sonderlackierung) 1.210,- DM
  • Windschott 110,- DM
  • Drehzahlmesser
  • Siemens-Telefon mit Freisprecheinrichtung
  • Autoradio RDS
  • Palm-Organizer
Alle Angaben ohne Gewähr.

Link-Tipps:

Smart
http://www.smart.com
Die offizielle Homepage von smart. Mit vielen Information natürlich auch zum smart Cabrio. Smart-Fans können hier auch ihren Smart-Kalender 2002 für 15,20 Euro kaufen. Leider gibt es noch keine Informationen zum neuen Smart Roadster

Fotos vom Smart (IAA 1999)
http://www.sportwagen-hp.de/iaa/smart.htm
Zirka 14 Bilder vom smart cabrio und smart Roadster, sonst keine Informationen.

Smart Club Deutschland
http://www.smart-club.de/
Viele Information „Rund um den Smart“. Mit Fotosammlung vom Smart-Treffen, Reisebericht, Winterfahr-Training Linkliste (z.B. smart-Handy-Logos) usw. Eine liebevoll gemachte Homepage. Ein MUSS für jeden Smart-Fan.

Smart-Nokia-Logos
http://www.daffre.com/smart/nokialogos/index.html
Hier kann man sich kostenlos ein Smart-Logo auf das Handy schicken lassen



Buchtipps
 
Deutsche Autos seit 1990. Bd. 5.
Audi, BMW, Smart, VW und Kleinserien.
von Eberhard Kittler 
Preis: EUR 25,46

Gebundene Ausgabe - 383 Seiten -
Motorbuch, Stgt. Erscheinungsdatum: 2001
ISBN: 3613021285
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Smart.
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Preis: EUR 12,73
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Taschenbuch - 80 Seiten - Steiger Vlg.,
Innsbruck, Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3896522183
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