Der GT3 hat seine Wurzeln im neuen 911, daß heißt: Boxter-Schnauze und
etwas flacher in der Linienführung - und selbstverständlich ist er etwas leichter
(1140 kg) und stärker (360 PS) als das Serienfahrzeug. Der im alten
GT-Cup-Fahrzeug doch wuchtige Flügel, fällt dagegen ziemlich filigran aus.
Das Fahrzeug wird vermutlich erst einmal nur mit 26 Stück in Serie gehen, 22 Exemplare an die Kunden und der Rest wird im Supercup eingesetzt, beispielsweise als VIP-Fahrzeug. Der Preis wird bei 185.000 DM liegen und so die Aussage von Herbert Ampfer (Sportchef bei Porsche): "Wer zuerst kommt, malt zuerst."
Technischer Leiter des Projekts 911 GT3 ist Roland Kußmaul, der seit 26 Jahren bei Porsche für den Bereich Rennsport verantwortlich ist, als Testfahrer, Rennfahrer, Kundensportbetreuer und "Abstimmungsprofi" neuer Rennfahrzeuge. Er ist auch beim Porsche Carrera Cup zu treffen, wo er erfolgreich die jungen Rennfahrer Marc Basseng und Dirk Müller betreut
Der Cup-Motor ist ein Ableger des großen Bruders (911 GT1), der seine 600 PS über die Doppelturbolader hereinholt. Obwohl der neue Motor gegenüber dem alten Cup-Motor weniger Hubraum hat, holt er die PS über die Drehzahl wieder herein, da durch die Wasserkühlung der Motor mit höheren Drehzahlen aufwarten kann. Der Drehzahlbegrenzer setzt bei dem neunen GT3 erst bei 8000/min ein.
Der neue GT3 weist aber auch neue und verbesserte Fah.reigenschaften auf. Der gefürchtete "Heckschwung", der beim alten 911 beim Lastwechsel in Kurven auftrat entfällt. Dafür sorgt beim GT3 die neue Fahrwerksgeometrie der Querlenker vorn und der Raumlenkerachse hinten. Der neue, etwas kleine Heckflügel sorgt für die gleichen Abtriebswerte wie der alte Spoiler.
Der sechste Gang ist beim GT3 auf Höchstgeschwindigkeit optimiert. Eine Spitze von 283 km/h ist nicht von „Pappe". Mal sehen, wann wir das gute Stück einmal LIVE erleben können. Die neuen Termine für den Super Cup bekommen Sie auf jeden Fall über die "Inoffizielle Porsche HomePage" - und ich hoffe weiterhin, daß es auch ein wenig mehr an Infos zu diesem spannenden und schnellen Markenpokal gibt!
Sicher ist, daß der Porsche Supercup, der im Rahmen der europäischen Formel 1-Läufe durchgeführt wird, auch bis 1999 weiter Bestand haben wird. Dennoch ist es unverständlich, daß die Porsche AG für diese, doch wirklich interessante Serie, so wenig PR macht. Noch nicht einmal in der hauseigenen Zeitung Christophorus wird darüber berichtet. Woher sollen wir Porsche-Fans denn eigentlich unsere Infos bekommen? Hier ist sicherlich ein Umdenken notwendig!
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